Metalloberflächen
Je nach Einsatzzweck kommen verschiedene Oberflächen in der Fertigung vor. Die wichtigsten:
Messing
Goldgelbe Metall-Legierung aus Kupfer und Zink. Je nach Legierung besser spanbar oder umformbar. Die Oberfläche kann poliert, geschliffen oder punziert (feiner Hammerschlag mittels Punzen) werden. Wird die Oberfläche nicht korrosionsbeständig versiegelt (z.B. Wachs o. Lack), so verfärbt sie sich von bräunlich bis patina/grün. Die Oberfläche kann aber auch absichtlich brüniert (rotbraun-wie Bronze bis braun) oder grün patiniert werden. Messing ist das best geeignete Trägermaterial für anschließend galvanisierte Metalloberflächen (z.B. Chrom)
Kupfer
Rötliches Metall mit guten Umformeigenschaften. Die Oberfläche kann poliert, geschliffen oder punziert werden. Wird die Oberfläche nicht korrosionsbeständig versiegelt (z.B. Wachs o. Lack), so verfärbt sie sich von bräunlich bis patina/grün. Die Oberfläche kann aber auch absichtlich braun oder grün patiniert werden.
Aluminium
Ein stumpf silbriges Metall. Die Oberfläche kann poliert, geschliffen oder punziert werden. Wird die Oberfläche nicht korrosionsbeständig versiegelt (z.B. Wachs o. Lack), so verfärbt sie sich grau und bei starker Feuchtigkeit pudert die Oberfläche weißlich. Eine Oberflächenveredlung bei Aluminium ist das Eloxieren. Dieses kann von Natur- Aluminium bis hin zu vielen Farben geschehen.
Zinn
Ein weiches Metall, das silbernd (nicht ganz so brillant wie Silber) aussieht. Sehr gut gieß- und umformbar. Wird die Oberfläche nicht korrosionsbeständig versiegelt (z.B. Wachs o. Lack), so verfärbt sie sich von grau bis schwarz. Lebensmittelzinn (besonders reines Zinn ohne Schadstoffe) wird gerne zum Versiegeln von Kupfertöpfen und Tellern verwendet. Im Kunsthandwerk wird gerne mit einer auf Messing oder Kupfer aufgeschmolzenen Zinnschicht gespielt.
Chrom
Ein Metall, das häufig als brilliant silberne Metalloberfläche seine Anwendung (z.B. Zierleisten) findet. Es gibt aber auch schwarz /chrom. Dieses ist aber nicht dauerhaft schwarz, sondern verliert mit der Zeit seine Farbtiefe. Die Oberfläche ist sehr hart und korrosionsbeständig. Trägermaterialien, z.B. Messing, können vor dem Galvanisieren (Verfahren zum Aufbringen von Chrom) geschliffen oder mit Sand gestrahlt werden. Dann ist die Oberfläche silbrig matt. Matt verchromte Teile können erstklassig mattgeschliffene Edelstahlteile ersetzen oder ergänzen.
Nickel
Ein Metall, das häufig als brillant silberne Metalloberfläche seine Anwendung (z.B. Türgriffe) findet. Nickeloberflächen kommen der echten Silberoberfläche am nächsten. Sie finden überall dort Verwendung, wo Silber aufgrund der Materialmenge zu teuer ist. Wird die Oberfläche nicht korrosionsbeständig versiegelt (z.B. Wachs o. Lack), so verfärbt sie sich von zartem braungrau bis zu schiefergrau. Eine künstlich erzeugte Spielerei beim Färben ist das Gun-Metall, wobei sich die Oberfläche schillernd (wie Öl auf Wasser) verfärbt.
Gold
Ein gelblich glänzendes Metall, das bei Metallbildnerarbeiten galvanisch oder als Blattgold auf ein Trägermetall (z.B. kupfernes Taufbecken) aufgebracht werden kann. Die dauerhafteste Vergoldung, die Feuervergoldung, findet wegen der starken Umweltvergiftung nicht mehr statt.
Silber
Ein mondlicht glänzendes Metall, das bei Metallbildnerarbeiten galvanisch oder als Blattsiber auf ein Trägermetall (z.B. kupfernes Taufbecken) aufgebracht werden kann.
Schlagmetall
Ist ein Oberbegriff, der bezeichnet, dass ein Metall hauchdünn platt geschlagen ist. Schlagmetall bezeichnet aber meist, dass kein Gold oder Silber verwendet wurde, sondern Halbedelmetalle wie Messing oder Aluminium überzogen wurden. Es gibt aber auch kupfernes Schlagmetall.
